Tennis - Tatjana Malek - Will man erfolgreich sein, genügt es nicht, den Ball auf die andere Seite zu bringen, man muss die Stärken und Schwächen seines Gegenüber kennen.
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Tatjana Malek 
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"Will man erfolgreich sein, genügt es nicht, den Ball auf die andere Seite zu bringen, man muss die Stärken und Schwächen seines Gegenüber kennen."

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Welche Erinnerungen haben Sie an die Zeit, in der Sie mit dem Tennis begonnen haben, gab es da bestimmte Momente die Sie besonders prägten und motivierten?

Das waren Zeiten... Mit noch nicht einmal vier Jahren machte ich mit meiner damaligen Freundin ein Schnuppertraining. Da wir noch gar nicht genug Kraft hatten einen Tennisball auf die andere Seite des Netzes zu bringen, gab uns der Trainer bunte Luftballons. Dieses Spiel faszinierte mich so, dass wir zu Hause eine Schnur durch das Wohnzimmer spannten und „Luftballon über die Schnur“ wurde meine Lieblingsbeschäftigung.
Bald bemerkten meine Eltern meine Begabung und förderten diese. Jedes Kind motiviert es wenn es die ersten Pokale nach Hause bringt. Die Motivation und der Spaß kommen mit dem Erfolg. Mit dem Erfolg will man aber auch immer mehr erreichen, also trainiert man mehr.

Was macht für Sie den besonderen Reiz, das Faszinierende an Tennis aus?

Bei diesem Sport ist man auf dem Platz selbst verantwortlich. An Tagen, wo es einem nicht ganz so gut geht, gibt es keinen an deiner Seite, der dich mitreißt. Durch diese Selbstverantwortung steckt man aber auch seine ganze Kraft, seine ganze Leidenschaft in dieses Spiel. Man sieht wozu man fähig ist, man lernt aber auch seine Grenzen kennen.
Schön ist es natürlich auch, dass man auf der Tour Menschen aus allen Ländern trifft.

Was ist für Sie zusätzlich Bestandteil dieses Sports außer dem reinen Spielen an sich, was gehört noch alles dazu?

Will man erfolgreich sein, genügt es nicht einfach, den Ball auf die andere Seite zu bringen, sondern man muss die Stärken und Schwächen seines Gegenüber kennen. Um sich darauf aber einstellen zu können, muss man selbst ein Repertoire an verschiedenen Schlägen kennen und können.

Mit dem Alter kommen auch die Wehwehchen. Man muss wissen, wo und wann man sich behandeln lässt. Man lernt auf seinen Körper zu hören. Ich persönlich habe durch meine Lungenembolie auch gelernt, nicht nur zu hören, sondern auch zu reagieren. Das heißt, auch wenn es ein Turnier mit guten Punkten gibt, muss man auf den Start verzichten können, um sich wieder zu erholen.

Irgendwann wird aus dem Hobby ein Beruf. Man ist aber nirgends angestellt, sondern selbstständig. Es wird eine Firma gegründet. Man muss schauen, dass man in der Öffentlichkeit präsent ist, dass Werbeverträge abgeschlossen werden können, dass man Vereine findet, für die man spielen kann. Interviews werden geführt, Reisen organisiert, die Homepage muss verwaltet und die Fanpost muss beantwortet werden. Wenn man das alles selbst machen müsste, wäre für das Tennis bald zu wenig Zeit.

Was war bezüglich Ihres Sports Ihr bislang schönstes Erlebnis und was haben Sie noch für Ziele/Vorhaben/Ideen?

In der Kindheit war es das Jahr, als ich LBS Gesamtsiegerin in Württemberg, aber auch gleichzeitig Nike-Gesamtsiegerin wurde. Damit gewann ich meine erste Auslandsreise und spielte gegen eine internationale Konkurrenz. Der erste Auslandsflug ist natürlich ein Erlebnis. Ich spiele aber auch sehr gern in der Mannschaft. Da freue ich mich immer riesig, wenn ich für das Fedcup-Team erfolgreich spielen kann.

Einen tollen Erfolg, der mir in Erinnerung bleibt, ist der Sieg bei dem 25.000 $ Turnier in Les Contamines. Ich hatte erst knapp den Führerschein und fuhr mit meinem damals 15jährigen Bruder Matthias in die Schweizer Berge. Wir ergänzten uns herrlich und ich brachte einen Turniersieg mit nach Hause. Seitdem begleitet er mich oft. Er ist ein sehr guter Analytiker und sagt mir im richtigen Moment das richtige.

Ich habe damit angesprochen, dass es wichtig ist, ein harmonisches Umfeld bei sich zu haben. Ab dem nächsten Jahr wird mich auch mein Freund und Trainer, Herr Veit Eberl bei den großen Reisen und Turnieren begleiten. So kann ich immer vor Ort trainieren. Aber auch mein anderer Bruder Daniel ist öfters mit dabei. Wenn Ferien sind reist auch meine Mutter sehr gerne mit.

Nach meinen Vorhaben gefragt, werde ich versuchen gezielter zu spielen, das heißt bei weniger Turnieren mehr Punkte zu holen. Sie sehen, meine ganze Familie ist sportbegeistert und trägt zur Durchführung meines Vorhabens bei.

Welche Tipps würden Sie einem Einsteiger geben, der mit Tennis als Hobby beginnen möchte?

Tennis als Hobby ist etwas anderes als Tennis als Beruf. Man sollte sich viele Bekannte und Freunde zulegen, damit man immer wieder Partner hat, mit denen man spielen kann. Tennis ist ein Sport, den man bis ins hohe Alter spielen kann. Damit man Freude daran hat, sollte man schon ein paar Tennisstunden bei einem Trainer nehmen um die Grundfertigkeiten zu erlernen.

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